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Welche Art von Malware ist Mekotio?
Mekotio ist bösartige Software, die als Banking-Trojaner kategorisiert wird. Diese Malware zielt speziell auf Bankinformationen ab. Der Mekotio Trojaner setzt die Finanzen und Privatsphäre von Benutzern einer deutlichen Bedrohung aus. Dieses bösartige Programm gefährdet die Sicherheit von Gerät und Benutzer, weshalb es unabdingbar ist, Infektionen durch Mekotio sofort nach der Entdeckung zu entfernen.

Mehr über den Mekotio Trojaner
Typischerweise haben es Banking-Trojaner auf die Anmeldedaten von Online-Bankkonten abgesehen, wie IDs, Anmeldedaten, Passwörter, etc. Bankkontonummern, Kreditkartendetails und anderen sensible Informationen sind auch von Interesse. Der einzige Zweck von Malware ist es, Gewinne für die Cyberkriminellen durch ihre Nutzung zu erzeugen.
Daher werden gestohlene Daten oft missbraucht, um bösartige Transaktionen und Online-Einkäufe zu tätigen und werden an Dritte verkauft oder anderweitig zum finanziellen Gewinn missbraucht. Daher können Mekotio Infektionen zu deutlichen Geldverlusten, ernsthaften Datenschutzproblemen und sogar Identitätsdiebstahl führen. Einige Trojaner dieser Art haben es auf andere Informationen abgesehen, die in infizierten Geräten gespeichert sind oder durch die darauf zugegriffen werden kann.
Kompromittierende oder besonders sensible Inhalte können von Cyberkriminellen für Erpressungszwecke benutzt werden. Andere Konten, die nicht direkt mit finanziellen Informationen zu tun haben, aber dennoch oft angegriffen werden, sind E-Mails, soziale Netzwerke und soziale Medien.
Durch solche Konten können Cyberkriminelle Kontakte/Freunde um Kredite bitten und/oder Malware verbreiten, indem sie infizierte Dateien teilen, indem sie vorgeben, der echte Besitzer zu sein. Wenn vermutet oder bekannt ist, das der Mekotio Trojaner (oder andere Malware) das System bereits infiziert hat, benutzen Sie Antivirus-Software, um ihn ohne Verzögerung zu entfernen.
| Name | Mekotio Malware |
| Art der Bedrohung | Trojaner, passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware. |
| Erkennungsnamen | BitDefender (Gen:Heur.Kelios.1), Emsisoft (Gen:Heur.Kelios.1 (B)), Endgame (bösartig (hohes Vertrauen)), Rising (Malware.Heuristic!ET#96%(RDMK:cmRtazpu5y1wRC6hqQswmBARcaZS)), vollständige Liste (VirusTotal) |
| Symptome | Trojaner werden entwickelt, um heimlich den Computer des Opfers zu infiltrieren und sich ruhig zu verhalten, weshalb keine besonderen Symptome deutlich auf einem infizierten Gerät sichtbar sind. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbung, Social Engineering Software „Cracks“. |
| Schaden | Gestohlen Passwörter und Bankinformationen, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wird einem Botnet hinzugefügt. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Trojaner im Allgemeinen
Zeus Sphinx, Lucifer, Cinobi und Guildma sind einige Beispiele für andere Banking-Malware, aber Trojaner können eine große Vielfalt an Funktionen haben.
Einige können externen Zugriff und Kontrolle über das infizierte Gerät aktivieren, Kettenreaktionen verursachen (d.h. zusätzliche Malware herunterladen/installieren) und Informationen exfiltrieren oder extrahieren, etc. Egal wie diese bösartigen Programme fungieren, ihr Zweck ist identische: Profite für die Cyberkriminellen dahinter zu erzeugen.
Wie hat Mekotio meinen Computer infiltriert?
Mekotio Malware wurde bei seiner Verbreitung über Spam-Kampagenen mit dem Thema Coronavirus/COVID-19 beobachtet. Der Begriff „Spam-Kampagne“ definiert eine großangelegte Operation, während der Tausende irreführende/betrügerische E-Mails versendet werden.
Die Nachrichten, die Mekotio verbreiten sind auf Spanisch geschrieben und werden als gerichtliche Benachrichtigungen vom „Ministerio de Sanidad, Consumo y Bienestar Social“ (dem Gesundheitsamt Spaniens) wegen einer Beschwerde dargestellt. Die E-Mails behaupten, dass mehrere Beschwerden bezüglich des Empfängers erhalten wurden, da es angeblich Verletzungen der aktuellen Regeln gab, die während der andauernden Pandemie ausgegeben wurden.
Daher kann der Empfänger eine Strafe bis zu hundert Euro erhalten, weil er das verpflichtende Tragen von Gesichtsmasken ignoriert hat. Diese Nachrichten enthalten bösartige Links, die nach dem Anklicken, die Infektionskette von Mekotio auslösen. Im Allgemeinen infizieren Spam-Kampagnen Systeme durch gefährliche Dateien, die während dieser Operationen verbreitet werden.
Die E-Mails können Links für bösartige Webseiten enthalten, die solche Inhalte hosten oder Links zu den Dateien herunterladen. Alternativ können die Dateien den Nachrichten beigefügt werden. Bösartige Dateien können in verschiedenen Formaten auftreten (z.B. Archive, ausführbare Dateien, PDF- und Microsoft Office-Dokumente, JavaScript, etc.) und wenn sie ausgeführt, durchgeführt oder sonst geöffnet werden, beginnt das Herunterladen/die Installation von Malware.
Diese bösartige Software wird auch über illegale Aktivierungswerkzeuge („Cracks“), gefälschte Updates und nicht vertrauenswürdige Downloadkanäle vermehrt. Anstatt die lizensierten Produkte zu aktivieren, laden „Cracking“-Werkzeuge oft Malware herunter oder installieren sie.
Gefälschte Updateprogramme verursachen Infektionen, indem Sie Fehler veralteter Produkte missbrauchen und/oder einfach bösartige Programme anstatt der versprochenen Updates installieren. Malware wird oft versehentlich von dubiosen Quellen, wie inoffiziellen und kostenlosen File-Hosting-Webseiten, Peer-to-Peer Tauschnetzwerken und anderen Downloadprogrammen Dritter heruntergeladen.
Wie vermeidet man die Installation von Malware?
Öffnen Sie keine verdächtigen und/oder unwichtigen E-Mails. Besonders diejenigen mit Links oder Anhängen darin, da diese zu hoch-riskanten Infektionen führen können. Außerdem müssen alle Downloads von offiziellen und verifizierten Quellen durchgeführt werden. Es ist auch wichtig Produkte mit Werkzeugen/Funktionen zu aktivieren und aktualisieren, die von legitimen Entwicklern stammen.
Illegale Aktivierungswerkzeuge („Cracking tools“) und Updateprogramme Dritter dürfen nicht benutzt werden, da sie oft benutzt werden, um Malware zu vermehren. Um die Geräte- und Benutzersicherheit zu schützen, ist es unabdingbar, eine seriöse Antivirus-/Anti-Spyware installiert und auf dem neuesten Stand zu haben. Benutzen Sie diese Software für regelmäßige Systemscans und die Entfernung von erkannten/potenziellen Bedrohungen.
Falls Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir die Durchführung eines Scans mit Combo Cleaner Antivirus für Windows, um infiltrierte Ransomware automatisch zu entfernen.
Screenshot der betrügerischen E-Mail, die den Mekotio Trojaner verbreitet:

In dieser E-Mail Nachricht angezeigter Text:
Subject: Denuncia por Covid808674
9 Junio del 2020 Ministerio de Sanidad, Consumo y Bienestar Social
Notification Judicial por denuncia
Segun contempla el real decreto aprobado por el Gobierno, sanciona con multas de hasta cien euros para quien no cumpla la obligacion de llevar mascarilla en espacios cerrados y abiertos.
Hemos recibido varias denuncias de sus vecinos que indican que usted no cumple con las normas vigentes del uso de cubrebocas obligatorio hasta que finalize el estado de alarma por coronavirus.
El decreto regula la obligacion del uso de mascarillas para personas en la via publica, en espacios al aire libre y en cualquier espacio cerrado de uso publico o que se encuentre abierto al publico, siempre que no resulte posible garantizar el mantenimiento de una distancia física de seguridad de entre metro y meido y dos metros.
Informamos que usted cuenta con una Infraccion al Real decreto vigente Cubre bocas obligatorio
Descargar notification
Aussehen einer anderen Spam-E-Mail, die benutzt wird, um den Mekotio Trojaner zu verbreiten:

Darin dargestellter Text:
Subject: Notifica dell'ammenda aperta 51555.
Dal 15 febbraio 2016 questo portale non è aggiornato in quanto le informazioni vengono pubblicate sul nuovo sito www.mit.gov.it.Questo portale è al momento online per le informazioni storiche ancora in corso di migrazione.
Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti
CORDIALI SALUTI
Notifica dell'ammenda apertaO non si tratta di un sistema di rilevamento o di una multa di transito diretta a se o ao seu veicolo.
Per ulteriori informazioni, vedere i dettagli sul pulsante fattura di segulto
FATTURA P
Visualizza online
Attenzione
Per visualizzare le notifica, aprire su un sistema (Windows).
Italia.gov.it
Update 24. August 2020 - Die Forschung zeigt, dass es mehrfache Varianten von Mekotio gibt, die gleichzeitig entwickelt werden. Einige Varianten haben Backdoor-Fähigkeiten und können benutzt werden, um Bitcoins zu stehlen, indem die Bitcoin-Wallet-Adresse in der Zwischenablage mit einer anderen, von Cyberkriminellen benutzten, ersetzt wird.
Einige Varianten können Informationen sammeln, wie die Firewall-Konfiguration, Betriebssystem-Informationen und eine Liste installierter Antvirus-Lösungen. Sie können auch Screenshots aufnehmen, Maus- und Tastaturaktionen simulieren, den Computer neu starten, sich selbst aktualisieren, auf Chrome Browsern gespeicherte Passwörter stehlen und den Zugriff auf verschiedene mit Banking verbundene Webseiten einschränken.
Ein weiteres Beispiel einer Spam-E-Mail, die benutzt wird, um den Mekotio Trojaner zu verbreiten:

Darin dargestellter Text:
Subject: Notifica - Processo Legale in Linea
PROCESSO LEGALE
Di seguito sono riportate le informazioni sul procedimento legale.11951195
( Stampa / visualizza )
Noch ein weiteres Beispiel einer Spam-E-Mail, die den Mekotio Trojaner verbreitet:

Darin dargestellter Text:
Subject: Tesoreria General de la Republica - ( 649766495916 )
TGR
Tesorería General de la RepúblicaEstimado(A) Contribuyente
Tesoreria de la Republica (TGR) Leinforma queenxisten obligaciones, producto de una liquidacion tributaria que se encuentra impaga. Una liquidacion tributariacorresponde a la determinacion de diferencias de impuest o detectadas por el SII.
Le invitamos a regularizar esta situacion a traves de nuestro sitioweb, en el menu Recaudacion / Pagos / Impuestos Fiscales, a la brevedadposible, a fin evitar las molestias de un combro judicial, el cual entre otras acciones, puede implicar el embargo de bienes u otras medidasde apremio.
Puede descargas el informe generado por el SII en el seguinteenlace.
Descargarinforme detallado
Para mayor informacion, comuniquese con nosotros al 600 4000444 de lunes a viemes de 08:30 a 19:30 horas
Si ya realizo el pago, no considere el presente mensaje.
Noch ein Beispiel einer Spam-E-Mail, die den Mekotio Trojaner verbreitet:

Darin dargestellter Text:
Subject: Tenemos un anuncio urgente sobre la dosis extra de vacuna!
Ministerio de Sanidad
Estimado(a) ciudadano, correo eletrónico con caráter de urgencia.
Su número de suscripción 2066624-411.417 ha sido seleccionado para recibir una dosis adicional de vacunas contra el COVID-19 en los próximos días.
La elección de qué fabricante tomar es opcional según disponibilidad y debe realizarse en un plazo máximo de hasta 72 horas antes de la aplicación de la dosis.Ahora vea su tarjeta con las instrucciones, el día y la hora. Estará disponible en nuestro portal hasta el 29 de marzo.
Si desea elegir la marca para la vacunación presencial, imprima el adjunto a continuación y acuda a cualquier puesto de salud con un documento personal con foto.
Tarjeta-Vacuna-2066624-411.417.#YoMeVacunoSeguro © Ministerio de Sanidad
Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mein Computer ist mit Mekotio Malware infiziert. Sollte ich mein Speichergerät formatieren, um sie loszuwerden?
Diese Malware kann durch die folgenden Schritte entfernt werden, die im obigen Entfernungsleitfaden angezeigt sind. Es ist unnötig das Speichergerät zu formatieren, um Mekotio zu entfernen.
Was sind die größten Probleme, die Malware verursachen kann?
Das hängt von der Art der Malware ab. Die Gegenwart von Malware kann zu Identitätsdiebstahl, finanziellen Verlusten, verringerter Computerleistung, entführten, persönlichen Konten, Datenverschlüsselung, etc. führen.
Was ist der Zweck einer Malware?
Diese Malware zielt auf Banking-Informationen ab. Sie kann benutzt werden, um die Anmeldedaten von Online-Bankkonten zu stehlen, wie Benutzernamen, IDs, Passwörter, etc.
Wie hat Malware meinen Computer infiltriert?
Computer werden infiziert, nachdem bösartige Dateien geöffnet werden. In einigen Fällen ist es nicht genug eine Datei zu öffnen, um Computerinfektionen zu öffnen (zum Beispiel erfordern bösartige Dokumente Makrobefehle, um sie zu aktivieren). Es ist bekannt, dass Mekotio über bösartige E-Mail Anhänge verbreitet wird. Cyberkriminelle benutzen auch geknackte Software-Downloadseiten und andere unzuverlässige Quellen zum Herunterladen von Software/Dateien, gefälschten Updateprogrammen und ähnlichen Methoden, um Benutzer zum ausführen von Malware zu verleiten.
Wird Combo Cleaner mich vor Malware schützen?
Ja, Combo Cleaner kann fast alle bekannten Malware-Infektionen erkennen und beseitigen. Es ist wichtig zu wissen, dass hochwertige Malware sich tief im System verstecken kann. Daher müssen Computer, die mit Malware infiziert sind, vollständige gescannt werden (mit der Option „vollständiger Scan“).
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
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